…auf einem Höllentrip mit einer Fledermaus… (30.08.2018)

Nach längerer Zeit hatten wir es endlich wieder einmal nach London geschafft und für Kulturbegeisterte wie uns, ist London natürlich der Hotspot schlechthin. Bereits seit Monaten spukte „Bat out of hell“ in unseren Köpfen herum, aufgrund der Musik von Meat Loaf konnte es einfach nur bombastisch sein, also auf ins Dominion Theatre. Wir hatten top Plätze, mit perfekter Sicht auf die Bühne, auf der sich ein Motorrad befand und der Rest erinnerte an das innere einer Höhle. Über der Bühne war der Schriftzug „Bat out of hell“ zu lesen, der immer wieder erschien und verschwand, so hatte das ganze schon eine mystische Wirkung. Plötzlich wurde es dunkel im Saal und auf der Bühne war ein im Scheinwerferlicht ein blonder Jüngling zu entdecken, der ein Gedicht vortrug und am Ende ertönten die ersten Töne von „All Revved Up With No Place To Go“. Was soll ich sagen von der ersten Sekunde an war ich von der Show und ihren Darstellern gefesselt, unglaublich wie talentiert diese Menschen sind.

Die Geschichte von Bat out of hell ist schnell erzählt, die Show greift viele verschiedene Liebesgeschichten aus diversen Musicals auf und vereint diese zu einer komplett neuen Lovestory mit Biss. Die Geschichte spielt in der Stadt Obsidian, Falco ist der mächtigste Mann in der Stadt, der CEO von Falco Industries und der Vater von Raven. Er hasst die Kids, die sich „The Lost“ nennen und möchte um jeden Preis verhindern, dass seine Tochter Raven, jemals mit ihnen oder ihrem Anführer Strat Kontakt hat. Doch wie der Zufall es so will, kommt es bei einer erneuten Revolte der „Lost“ zu einem Zusammentreffen und sowohl Strat als auch Raven sind von der ersten Sekunde an Feuer und Flamme füreinander. Sehr zum Ärger von Falco, der diese Verbindung um jeden Preis verhindern will, doch seine Frau Sloane hat ein Herz für die junge Liebe und so begeben wir uns auf eine feurige Liebesgeschichte aller Romeo & Julia, aber wird es auch ein Happy End für die beiden verliebten geben? Dafür müsst ihr euch auf den Weg nach London machen und diese bombastische Show selbst sehen und seid gewarnt! Suchtgefahr! Die Reise werdet ihr nicht bereuen!

Strat wurde von Andrew Polec gespielt, der eine sehr ausdrucksstarke Performance zum Besten gab, die Rolle ist nicht einfach und verlangt schauspielerisch sehr viel, aber für Andrew war es kein Problem, man nahm ihm jedes Wort und jedes Gefühl ab. Natürlich konnte er auch gesanglich auf voller Linie überzeugen, der Junge hat einiges drauf und wird noch eine steile Karriere machen.

Als Bühnenpartnerin steht ihm Christina Bennington zur Seite auch sie kann sowohl mit ihrer Stimme als auch mit ihrem Schauspiel überzeugen. Sie ist die perfekte Mischung aus frech und niedlich und obendrein noch hübsch und talentiert.

Rob Fowler als Falco, einfach nur grandios, seine Stimme ist wahrlich ein Geschenk, egal ob in den Höhen oder den Tiefen, er meistert alles mit einer Souveränität, er hat sein Instrument perfekt gestimmt. Es ist eine Freude ihm beim Spielen zu beobachten, man merkt dass er diese Rolle liebt und dass er sie zum Leben erweckt hat!

Seine Frau Sloane wird von Sharon Sexton übernommen, eine ebenfalls sehr stimmgewaltige Powerfrau, die Rob in nichts nachsteht. Die beiden harmonieren perfekt zusammen, sowohl gesanglich als auch im Zusammenspiel merkt man, dass die Chemie zwischen den beiden einfach passt.

Tink, der jüngste der Lost-Gang wird von Alex Thomas-Smith verkörpert. Ein zierlich junger Mann, mit einer unglaublich starken Stimme. Sein Zusammenspiel mit Andrew hat mich sehr berührt, die beiden verbindet eine sehr tiefe Freundschaft und das haben sie glaubwürdig gezeigt.

Danielle Steers ist eine richtige Rockerbraut, sie spielt Zahara, eine selbstbewusste Frau, die aber durch die Enttäuschungen in der Liebe, den Glauben daran aufgegeben hat, doch Jagwire, welcher von Wayne Robinson dargestellt wird, möchte sie vom Gegenteil überzeugen. Ein Power-Duo mit unglaublich viel Kraft und Leidenschaft in der Stimme.

Für Gänsehaut sorgen Wayne Robinson als Jagwire, Giovanni Spanó als Ledoux und Ryan Anderson als Blake mit “Objects in the rearview mirror may appear closer than they are”. Eine sehr emotionale Szene in der die Jungs ihre Gefühle zeigen und wie schwer sie es im Leben hatten, aber sie werden von einer wieder aufgefangen und finden somit einen Weg zurück ins Leben.

Bat out of Hell überzeugt mit einem unglaublich stimmgewaltigen Ensemble, jeder von ihnen verleiht der Show seinen ganz eigenen Touch und man kann wahrlich die positive Energie im Raum spüren, wenn sie gemeinsam über die Bühne rocken. Eigentlich kann man gar nicht still sitzen auf seinem Stuhl, man möchte einfach aufspringen und mittanzen und singen, eine Show die auf voller Linie überzeugt und einfach nur zu empfehlen ist!

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