Don’t Dream it, be it! – Die Rocky Horror Show in Amstetten… (17.07.2019)

Die Rocky Horror Show ist nicht nur ein Kultfilm aus den 70iger Jahren, sondern auch ein absolutes Kultmusical. Es animiert das Publikum zum Mitmachen und versprüht gute Laune. Die Geschichte um das jung verliebte Paar Brad Majors & Janet Weiss ist glaube ich jedem ein Begriff, aber ein paar Sätze zum Inhalt sollen nicht fehlen. Das junge Paar Brad und Janet landen nach einer Autopanne in einem rätselhaften und schaurigen Schloss. Der Besitzer ist Frank‘N’Furter, ein sexbesessener Transsexueller vom Planeten „Transsylvania“, der in seinem Schloss wilde Partys mit seiner Gefolgschaft feiert und gruselige Experimente vornimmt. Seine mysteriösen Anhänger bestehen aus seinem buckligen Diener Riff Raff, dem Dienstmädchen Magenta und der quirligen Columbia, die sich selbst als Groupie von Frank’N‘Furter bezeichnet. Bard & Janet begeben sich auf einen wilden Trip, den sie so schnell wohl nicht mehr vergessen werden…

Gino Emnes rockt als Frank’N’Furter und zieht die Besucher mit seiner Stimme und seiner Erscheinung mit einer Leichtigkeit in ihren Bann. Diese extrovertierte Rolle ist sicher kein leichtes Spiel, aber bei Gino hat man das Gefühl er ist durch und durch in seinem Element. Der Klang seiner Stimme zaubert dem ein oder anderen bei  „I’m coming home“ eine Träne in die Augen.

Der viel begehrte Italiener Filippo Strocchi verkörpert die Rolle von Riff Raff. Obwohl man denkt die Rolle kann nicht sexy sein, wird man Dank Filippo eines besseren belehrt. Egal ob mit seinem Schauspiel, seiner Stimme oder seinem Auftreten, er macht eine verdammt gute Figur und ich glaube jede Dame im Publikum verlässt den Saal mit einem Lächeln im Gesicht.

Das junge Traumpaar wird von Simon Stockinger als Brad Majors und Glenna Weber als Janet Weiss übernommen. Durch ihre schauspielerische Leistung ist der Wandel von Brad und Janet im Laufe der Zeit im wahrsten Sinne des Wortes spürbar. Sie sind eine harmonische Einheit, die gemeinsam von süß und unerfahren, zu experimentierfreudig bis hin zu dem Paar, dass nur mehr vergessen will, gehen.

Für die Rolle Magenta konnte die stimmgewaltige Katja Berg gewonnen werden. Sie überzeugt das Publikum sowohl mit ihrem Schauspiel als mit ihrer Stimme und man kann sehen wie viel Spaß sie auf der Bühne hat.

Columbia wurde mit der entzückenden Livia Wrede besetzt, sie bringt alles mit was man sich von ihrer Rolle erwartet und zaubert jedem ein Lächeln ins Gesicht, wenn sie auf die Jagd nach Schmetterlingen geht.

Als Rocky machte Malcolm Quinnten Henry eine sehr gute Figur, er kann sich sehen lassen und sowohl schauspielerisch, wie gesanglich konnte er auf voller Linie überzeugen. Somit schlüpfte Malcolm in die Rolle seines Vaters Kai Peterson, der den Rocky bereits 1992 in Amstetten spielte. Ein besonderes Erlebnis für Vater und Sohn.

In der Doppelrolle Eddie / Dr. Everett Scott kann man Nicolas Tenerani bewundern. Als Eddie zeigt er sich stimmlich von seiner rockigen Seite und diese steht ihm verdammt gut und als Dr. Everett Scott braust er elegant im Rollstuhl über die Bühne und trägt einen transsilvanischen Akzent auf den Lippen. Für seine erste Rolle im Rollstuhl hat er den Dreh perfekt heraus und schafft sogar schwierige Dinge, wie das Lenken mühelos.

Die Rolle die wohl die besten Nerven braucht hat sich Oliver Baier geschnappt, raus aus dem Radio und dem Fernsehen und rauf auf die Bühne. Er führt als Erzähler durch die Geschichte und muss so einige „boring“ Zwischenrufe einstecken, aber keine Angst, er weiß sich gekonnt zur Wehr zu setzen.

Das aufreizende Ensemble bilden Dominique Brooks-DawBrad CorbenMichelle Catherine HärleStuart GannonJulia HübnerStefan MosonyiJagoda Palecka & Steven Seale.

Die Band spielte unter der Leitung von Christian Frank (Bandleader & Keyboards):

Willi Langer (Bass), Rens Newland & Harry Peller (Gitarren), Manfred Franzmeier(Saxophon, Keyboard2) und Klaus Pérez-Salado (Schlagzeug)

Für die Regie setzte man auch dieses Jahr wieder auf die großartige Arbeit von Alex Balga, gepaart mit der aufregenden Choreografie von Jerome Knols die perfekte Mischung.

Ein riesen Dankeschön an das gesamte Ensemble, die Solisten, die Band und an alle vor, hinter und neben der Bühne, ihr alle habt den Premierenabend zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht. Kein Wunder, dass eine Zusatzshow die nächste Jagd, wer die „Rocky Horror Show“ in Amstetten gesehen hat, der weiß wovon ich spreche, man sollte sie auf keinen Fall verpassen oder verpasst haben!

Die Rocky Horror Show ist nicht nur ein Mitmach-Kult, sondern hat auch so einige Messages in sich vereint. Akzeptanz, Andersartigkeit ist nichts schlimmes, sei wie du sein willst und träume nicht nur davon. Diese Aussagen kann man auf so viele Punkte des eigenen Lebens legen. Man sollte nicht nur die schrägen Aktivitäten auf der Bühne beachten, sondern auch so manche Textzeilen in jede Faser seines Körpers aufnehmen.„Don’t judge a book by its cover“

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