Remember my Name…Bachelor-Show Musikalisches Unterhaltungstheater (MUK) 2018 (18.06.2018)

Auch dieses Jahr durften wir die Bachelor-Show Musikalisches Unterhaltungstheater nicht auslassen. Es ist immer spannend zu sehen wie sich die Studenten entwickelt haben und wie es um den Nachwuchs in der Musicalbranche bestellt ist. Falls jemand noch nie bei einer Abschlussprüfung dabei war, dann möchte ich euch kurz erklären was dort passiert. Die Absolventen müssen sich ein eigenes Konzept überlegen, mit Songs und Sprechtexten und dies in eine Geschichte verpacken und präsentieren.

Den Anfang machte Kaj Luis Lucke, der Arme musste nochmal beginnen, weil der Ton noch nicht bereit war, aber nach einer kurzen Unterbrechung konnte das Problem behoben werden und er startete erneut. Von Nervosität war ihm nichts anzumerken, sein erster Song war „I’m alive“ aus Next to Normal und danach begrüßte er uns als Mephisto in der Hölle. Sein Programm hatte Witz, top Songauswahl, seine tolle Stimme und einen durchgehenden roten Faden.

Diesen Sommer wird er in Staatz bei Les Miserables zu sehen sein.

Enny de Alba startete mit „Queen of the night“ aus Bodyguard, der Song stand ihr sehr gut und auch tänzerisch machte sie eine sehr gute Figur. Ihr Programm umfasste das doch ernstes Thema die Schwierigkeiten bei der Erlangung der Staatsbürgerschaft, aber auch bei ihr waren einige lustige Momente dabei und sie hatte eine sehr tolle Tanzeinlage mit Anderson Pinheiro da Silva zu „Rythm is gonna get you“.

Bei Hells Bells in Melk wird sie diesen Sommer auf der Bühne stehen.

Florine Schnitzel eröffnete ihr Programm mit „Das große Erwachen“ von Annett Louisan, bei ihr drehte sich alles um die Liebe und Beziehung, wie sie entstehen und wie sie enden.

Sie wird ebenfalls diesen Sommer bei Les Miserables in Staatz auf der Bühne stehen.

Das Programm von Tom Wagenhammer dreht sich auch um Liebe und eine Beziehung, natürlich aus der Sicht des Mannes, wie euphorisch man am Anfang ist, wie mit der Zeit der Alltag einkehrt und Mann einfach nur wieder frei sein möchte.

Im Sommer wird auch er in Les Miserables in Staatz zu sehen sein.

Diana Schnierer befindet sich in ihrem Programm bei einem Vorstellungsgespräch, bei dem sie aber immer wieder vom Thema abschweift und diese nutz für ihre Songs und Texte. Besonders gut haben mir bei ihr die englischen Songs gefallen.

Derzeit steht sie als Erstbesetzung Sarah in Tanz der Vampire in Wien auf der Bühne und ab Juli wird sie die Sarah auch in Köln verkörpern.

Alexandra-Yoana Alexandrova hat sich für ihr Programm etwas Besonderes überlegt, sie befindet sich in einem Sanatorium, da sie an einer Multiplen-Persönlichkeitsstörung leidet und im Wahn ihren Vater umgebracht hat. Auf die Leinwand ist ein Gehirn projiziert, welches immer wieder in einem anderen Teil aufleuchtet und somit durch einen neuen Song oder Textes, eine ihrer vielen Persönlichkeiten mit ihren unterschiedlichen Stimmungen hervor bringt. Schauspielerisch und auch gesanglich hat sie mehr als überzeugt.

In Langenlois ist sie im Sommer in der Produktion Der Vogelhändler zu sehen.

Lukas Weinberger befand sich in seinem Programm in einem Gespräch mit seinem Vater der nicht sehr glücklich über die Berufswahl „Schauspieler“ seines Sohnes war. Ein sehr gefühlvolles Programm, besonders berührend war „Not my fathers son“ aus Kinky Boots. Gesanglich, tänzerisch (Stepptanz) und schauspielerisch machte er eine super Figur und ich bin mir sicher, man wird noch sehr viel von ihm hören.

In Staatz bei Les Miserables, wird er als Marius in der heurigen Sommerproduktion zu sehen sein.

Katharina Gorgi hatte sich ebenfalls ein sehr emotionales Programm ausgedacht, aber auch ab und zu durfte man bei ihr schmunzeln. Jeder Song und Text war mit Bedacht ausgewählt worden und so befand man sich mitten in der Geschichte eines Mädchens über ihren Vater, der sie viel zu früh im Stich gelassen hatte. Sie konnte sich mit einer Leichtigkeit in die verschiedensten Stimmungen bringen. Eine sehr ausdrucksstarke Mimik, die wunderschöne Stimme und ihre liebevolle Art macht es ihr leicht, das Publikum für sich zu gewinnen.

Kein Wunder also, dass sie als Erstbesetzung Sophie für die kommende Mamma Mia Tour gecastet wurde.

Das MUK lässt dieses Jahr wieder einen sehr starken Jahrgang in die harte Welt des Musikalischen Unterhaltungstheaters. Es ist daher nicht verwunderlich, dass alle 8 ihre Prüfung bestanden haben und ich bin mir sicher, dass allen von ihnen eine strahlende Zukunft bevor steht.

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