Von Erwachsen werden und anderen Problemen… (07.05.2018)

Dieses mal verschlug es uns auf unserer kulturellen Reise nach Gablitz ins Theater 82iger Haus zu dem Musical Edges. Pasek und Paul, die Komponisten des Stückes und vor allem bekannt durch ihre Kompositionen für die Filme „Lala Land“ und „The Greatest Showman“ haben ihr Erstlingswerk „Edges“ mit nur 19 Jahren geschrieben. Man stellt sich die Frage ob sie zu dieser Zeit Fans von „St. Elmos Fire“ waren oder selbst erlebtes damit verarbeitet haben, wer weiß schon was bei ihnen nach der High School so alles passiert ist.

Edges ist kein typisches Musical, sowie man es vielleicht gewohnt ist es hat keine durchgehende Geschichte, eher viele einzelne Lebensstationen. Es geht um das erwachsen werden, zu sich selbst finden bzw. sich selbst entdecken und was man mit seinem Leben anfangen möchte.

Der Junge der in einer Kleinstadt groß geworden ist und davon träumt in Los Angeles ein großer Star zu werden.

Ein Mädchen und ein Junge die in einander verliebt sind, aber keiner hat den Mut den ersten Schritt zu machen.

Ein Pärchen welches von einem Klassentreffen nach Hause kommt und sich über die verpatzten Leben der Mitschüler lustig machen, obwohl sie selbst nichts auf die Reihe bekommen. Doch im Gegensatz zu den anderen sind sie besser dran.

Der Junge der erfährt, dass seine Freundin schwanger ist, aber Angst hat kein guter Vater zu werden.

Das Liebespaar welches sich trennt und sie zieht aus, aber eigentlich wollen sie es beide nicht oder das Paar in dem sie unglücklich in der Beziehung ist, aber trotzdem bei ihm bleibt.

Martin Pasching erlebte in dieser Produktion sein Regiedebüt, mit viel Liebe, Fleiß und Schweiß hat er die jungen Akteure auf den richtigen Weg gebracht. Die einzelnen Stories sind fein ausgearbeitet und die Darsteller haben sich leiten lassen und auch die Möglichkeit sich selbst einzubringen und besser kann ein Regisseur nicht arbeiten.

Ruth Hausensteiner (Frau 1) war mir ein Begriff, da sie damals bei der konzertanten Version von „Das Phantom der Oper“ mitwirkte, aber im Ensemble. Dieses Mal konnte ich sie singen hören und was soll ich sagen, sie hat eine sehr klassische und lyrische Stimme und meistert mit eine Leichtigkeit jede Höhe.

Lisa-Maria Greslehner (Frau 2) kannte ich bereits aus der Produktion „Blutsbrüder“ und war damals schon sehr begeistert von ihr, aber bei Edges hat sie mich auf ein neues überrascht. Unglaublich tolle Stimme, sehr viel Gefühl und auch schauspielerisch hat sie mich erreicht, eine ganz tolle Künstlerin von der man bestimmt noch einiges zu hören und zu sehen bekommen wird.

Martin Enenkel (Mann 1) kannte ich nicht und wusste somit auch nicht was mich erwarten würde, jedoch hat er mich vom ersten Ton an mehr als positiv überrascht. Eine sehr gefühlvolle und warme Stimmfarbe und auch schauspielerisch steht er den Größen des Musicals in nichts nach, jedes Gefühl würde glaubhaft transportiert und das Schauspiel wirkte ganz natürlich. Er ist auf dem richtigen Weg und auch seinen Namen wird man in Zukunft noch öfters lesen.

Peter Neustifter (Mann 2) war mir bis zu diesem Abend auch kein Begriff, aber auch er eine sehr angenehme Stimme und auch schauspielerisch war er sehr überzeugend.

Ein wunderschöner Abend über Liebe, das erwachsen werden und über die Höhen und Tiefen in einer Beziehung. Danke an alle Beteiligten für diese besondere Erfahrung.

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