Wenn Jesus zum Rockstar wird… (23.03.2018)

Pünktlich zu Ostern stand Jesus Christ Superstar wieder am Spielplan der VBW. Eigentlich wollte ich dieses Jahr die Produktion auslassen, aber nachdem ich hörte es soll eine Neuinszenierung von Regisseur Alex Balga geben, wollte ich dieser eine Chance geben.

Jesus Christ Superstar von Tim Rice und untermalt mit der Musik von Andrew Lloyd Webber ist wohl jedem ein Begriff.

Erzählt werden die letzten sieben Tage von Jesus Christus aus der Sicht Judas. Dabei werden die verschiedenen Stationen wie die Liebe zu Maria Magdalena, das letzte Abendmahl, der Verrat von Judas, das Urteil Herodes bis hin zur Kreuzigung Jesu genauer unter die Lupe genommen.

Drew Sarich in seiner Paraderolle als Jesus war wieder einmal in Höchstform. Unglaublich welche Töne dieser Mann erreicht. Die Energie die er auf der Bühne verstreut erreicht jeden im Zuschauerraum, man merkt wie wichtig ihm diese Rolle ist und es ist ersichtlich, dass er sich genauer mit diesem Thema befasst hat. Nicht nur körperlich, sondern auch psychisch ist Jesus eine sehr anspruchsvolle Rolle, welche Drew mit einer Leichtigkeit meistert. Man leidet förmlich mit ihm mit. – Zurecht gab es bei „Gethsemane“ eine Standing Ouvation!

Als sein Gegenspieler Judas war Sasha di Capri zu sehen. Besonders die ruhigen Töne von Judas standen Sasha perfekt zu Gesicht. Aber auch bei dem Titelsong des Stückes „Jesus Christ Superstar“ hatte er das Publikum komplett auf seiner Seite.

Für Pontius Pilatus konnte Filippo Strocchi gewonnen werden. Nicht nur gesanglich, sondern auch schauspielerisch eine sehr starke Performance von ihm. „Pilate‘s Dream“ wurde sehr gefühlvoll gesungen und bei „39 Lashes“ konnte man die Zerrissenheit spüren zwischen der Bewunderung Jesus und Zugleich die Angst die er ihm gegenüber verspürte.

Barbara Obermeier als Maria Magdalena machte eine sehr gute Figur. Ihre liebliche Ausstrahlung und ihre starke Stimme passt perfekt zu der Geliebten Jesu.

Charles Kreische konnte als Annas wieder einmal mehr sein Talent unter Beweis stellen. Ihn zeichnet seine großartige Stimme und sein schauspielerisches Können aus, von ihm wird man noch viel hören, da bin ich mir sicher.

Mit Nicolas Tenerani als Herodes hat die VBW den Vogel abgeschossen. Er hatte sichtlich Spaß in dieser Rolle wurde perfekt in Szene gesetzt und hat auch gesanglich auf voller Linie überzeugt.

Andreas Kammerzelt mit seiner außergewöhnlichen und markanten Stimme erweckte Kaiphas zum Leben.

Petrus mit seinen Zweifel, soll er zu Jesus helfen oder sich selbst schützen wird von Christopher Dederichs dargestellt. Seine klare und gefühlvolle Stimme trifft das Publikum direkt ins Herz.

Vini Gomes hat die perfekte rockige Stimme für den Apostel Simon.

Hervorheben möchte ich das Ende der Show, diese endetet mit der Kreuzigung Jesus und die schauspielerische Leistung von Drew war unglaublich, ich war wie gefesselt und konnte meine Augen nicht von ihm lassen, er hat mich schwer berührt und ich habe mit ihm gelitten.Ich bin froh, dass ich mich doch noch dazu entschieden habe, die Show zu sehen, da sie echt mehr als sehenswert war, super inszeniert, tolle Besetzung und auch schauspielerisch wurde ich mehr als positiv überrascht.

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